Winter-Workshop beim DHC

Gleitschirmflieger bauen Gerät zur Positionsortung und Kollisionsvermeidung im Luftverkehr selber

Für die eine oder den anderen war es eine ganz neu Erfahrung die bei einem Workshop des DHC Aalen gemacht werden durfte.

Normalerweise sind die Materialien und Skills für den Umgang mit einem Gleitschirm völlig andere. Polyestertuch und Kunstfaserleinen bearbeitet man, wenn überhaupt, mit Nadel, Faden und Knotenkünsten. Elektronikbauteile auf Platinen löten, Mikrocontroller programmieren und anschließend das ganze in massgedruckte Gehäuse einbauen, das waren die Herausforderungen bei einem Fluginstrumente-Workshop organisiert von unserem Mitglied Tim Sailer.

Doch der Reihe nach. Auf der Winterfeier stellte Tim sein Selbstbauprojekt vor. Ein kleines akkubetriebenes Gerät für Online-Positionsverfolgung und Kollisionswarnung mit integriertem Variometer. Das Interesse war groß solch ein elektronisches Gerät unter fachkundiger Anleitung einmal selbst zu bauen und dabei zu erfahren, was eigentlich hinter den bunten Gehäusen solcher Geräte steckt die man in aller Regel fertig kauft.

Schnell formierte sich eine Gruppe von 25 Interessenten. Tim organisierte alle Bauteile per Sammelbestellung und Uli Fohrer organisierte die Räumlichkeiten. Dank seiner Verbindungen konnten wir für diesen Workshoptag die bestens ausgestatteten Werkräume der Gemeinschaftsschule am Brenzpark in Heidenheim benutzen.

Eines Samstags im Januar war es dann soweit. 25 Gleitschirmpiloten des DHC Aalen trafen sich in Heidenheim. Tim erläuterte das Tagesziel und teilte Arbeitsgruppen ein, dann ging es auch schon los.

Kabel abisolieren, Elektronikbauteile auf Platinen löten, Mikrocontroller programmieren und Endmontage der Geräte in die eigens angefertigten Gehäuse mit DHC-Branding. Das alles erfolgte bei bester Stimmung in perfekt organisierter Fließfertigung. Einige witzelten schon, das würde sich wie Großserienfertigung in einer fernöstlichen Elektronikfirma anfühlen.

Spannend wurde es ganz zum Schluss, bei der Konfiguration unserer neuen Fluginstrumente und der Inbetriebnahme. Gespannte warteten alle bis endlich das erste Live-Signal ihres Positionstrackers auf der Landkartendarstellung am Laptop aufleuchtete. Der einen oder andere Tracker musste nochmals eine extra Runde über den Rework-Platz drehen. Am Ende funktionierten dann aber alle 27 gebauten Geräte in vollem Umfang.

Einig waren sich alle: ein toller gemeinsamer Tag mit neu gewonnenen Skills zur Flugelektronik und Vernetzung. Und Dank der Online-Positionsortung ein großer Sicherheitsgewinn für die DHC-Piloten in der kommenden Saison.

Ein großer Dank nochmals an Tim und Uli.

Tim stellt eingangs den Ablauf des Workshops vor…

…und alle folgen ihm konzentriert

Dann gings auch schon los mit löten

An verschiedenen Stationen wurden die Komponenten vorgefertigt. Max koordinierte das ganze Chaos.

konzentriert wurden die ersten Geräte programmiert…

… und die Funktion überprüft

manchmal waren zwei Hände nicht genug…

… die Stimmung aber immer bestens. Die flinken Finger der Mädels aus der Endmontage-Gruppe waren unersetzbar.

Langsam fügt sich alles…

… zu fertigen Positionstrackern zusammen.

Jeder konnte sein Elektronik-Selbstbau-Gerät zur Positionsübermittlung und Kollisionsvermeidung mit nach Hause nehmen.